FAQ Selbstbefriedigung

Was ist Selbstbefriedigung?

Sexy Frau

Selbstbefriedigung ist die manuelle Stimulation der Geschlechtsorgane mit dem Ziel einen Orgasmus zu erreichen. Dabei können die eigenen Hände oder auch Hilfsmittel, sogenannte Sexspielzeuge, zum Einsatz gebracht werden. Onanie und Masturbation sind ebenfalls Bezeichnungen für die Selbstbefriedigung. Umgangssprachlich nennt man Selbstbefriedigung auch „wichsen“ und „sich einen runterholen“ oder „es sich selbst machen“. Wobei diese Ausdrucksformen bis heute nicht gesellschaftsfähig sind und eher im Privatleben Gebrauch finden.

Gibt es Unterschiede bei Onanie und Masturbation

Onanie und Masturbation sind ebenfalls Bezeichnungen für die Selbstbefriedigung. Das Wort Onanie hat seinen Ursprung in der biblischen Gestalt Onan, der die Erde mit seinem Samen beträufelt hat und das Wort Masturbation hat seinen Ursprung im lateinischen Wortstamm manus = Hand. Weniger geläufig ist die Bezeichnung Ipsation, die ebenfalls aus dem Lateinischen kommt und „selbst“ bedeutet. Landläufig bezeichnet man die Selbstbefriedigung des Mannes als Masturbation und die der Frau als Onanie. Doch rein wissenschaftlich betrachtet gibt es keinen Unterschied und eigentlich keinen Grund eine Frau nicht masturbieren zu lassen oder einen Mann onanieren. Sigmund Freud hat die Bezeichnung Autoerotismus für die Selbstbefriedigung erschaffen und viele Mediziner und Psychologen haben sich mit diesem Thema beschäftigt.

Kann Selbstbefriedigung krank machen?

Entgegen hartnäckiger Gerüchte gibt es keinerlei Anhaltspunkte oder Beweise dass Masturbation oder Onanie Krankheiten hervorrufen oder begünstigen. Man wird weder blind davon, noch bekommt man Gicht oder sonstige Symptome. Früher galt die Selbstbefriedigung als verpönt, daher wurde mit vielen schrecklichen Geschichten versucht die Menschen davon abzubringen. Inzwischen ist von medizinischer Seite her klar bewiesen, dass Selbstbefriedigung keinesfalls gesundheitsschädlich ist, sondern bei Männern sogar das Prostatakrebs-Risiko senkt.

Einen runter holen

Wie oft ist normal?

Diese Frage lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten. Jeder Mensch hat andere Bedürfnisse und auch beim Sex sind Unterschiede völlig normal. Auch spielt es keine Rolle, ob man sich in einer Beziehung befindet oder allein durchs Leben geht. Oft wird behauptet, dass Frauen grundsätzlich weniger Sex wollen als Männer, was allerdings nicht wirklich belegt ist. Dreimal am Tag oder zweimal im Monat, beides kann völlig normal sein.

Muss man enthaltsam sein und wie lange dauern Ruhephasen zwischen den Orgasmen?

Auch eine völlige Enthaltsamkeit ist nichts krankhaftes. Unterschiede in der Häufigkeit des Onanierens wurden bei verschiedenen Altersgruppen zwar festgestellt, allerdings sollen sie keine feste Richtlinie darstellen. In der Pubertät wird meist häufiger onaniert und im hohen Alter lässt die Lust normalerweise nach. Bei Männern sind natürliche, körperlich bedingte Erholungspausen eher notwendig als bei Frauen. Frauen können multiple Orgasmen haben und benötigen keine Ruhepausen. Allerdings sind beiden Geschlechtern Grenzen in der Häufigkeit gesetzt, denn jeder Körper braucht irgendwann eine Erholungsphase.

Kann Selbstbefriedigung süchtig machen?

Alles was uns Menschen Spaß macht, birgt auch ein gewisses Sucht-Risiko. So auch die Selbstbefriedigung. Wer sich morgens und abends und vielleicht einmal tagsüber ein wenige Entspannung verschafft, ist allerdings noch lange nicht süchtig. Kreisen die Gedanken jedoch nur mehr um das Thema Sex und die Selbstbefriedigung und halten diese Gedanken einen davon ab, sein tägliches Arbeitspensum zu erledigen, sollte Hilfe gesucht werden. Völlig normal sind wechselnde Phasen mit mehr oder weniger Lust an der Selbstbefriedigung.

Wie machen es Jungen oder Männer?

Männer und Jungen wollen in der Regel schnell ans „Ziel“ gelangen. Durch visuelle Reize kann ein Mann sich sehr schnell in Stimmung bringen und mit einer erprobten Technik innerhalb weniger Minuten einen Orgsamus erreichen. Dabei konzentrieren Männer und Jungen sich zumeist nur auf den Penis und lassen andere erogenen Zonen außer Acht. Die Selbstbefriedigung kann auf einem WC genauso wie im Bett stattfinden. Anregungen zu Stellungen und Techniken haben wir in einer Seite zusammengestellt.

Wie machen es Mädchen oder Frauen?

Das weibliche Geschlecht zaubert sich gerne per Kopfkino eine schöne, entspannte Stimmung zur Selbstbefriedigung. Sie verwöhnen sich selbst und reduzieren sich nicht auf ihr Geschlechtsteil,sondern streicheln und massieren auch Brüste und andere erogene Zonen ihres Körpers. In der Phantasie stellen Frauen und Mädchen sich auch gerne Situationen vor, denen sie im realen Leben eher aus dem Weg gehen würden. Sex im Freien oder mit einem Fremden sind beispielsweise keine seltenen Phantasien von Frauen. Anregungen zu Stellungen und Techniken haben wir in einer Seite zusammengestellt.

Wie viele tun es?

Grundsätzlich kann man wohl sagen, dass jeder sich schon einmal selbst befriedigt hat. Es liegt in der Natur des Menschen den eigenen Körper zu erkunden und mit der Pubertät erwacht auch das Interesse an Sex. Je besser man seinen eigenen Körper kennt, desto offener kann man das Thema Sex auch in einer Beziehung angehen.

Muss man dabei allein sein?

Nein, auch mit einem Partner zusammen kann Selbstbefriedigung Spaß machen. Viele Paare finden es erregend sich gegenseitig beim Onanieren zuzusehen. Auch als Safer-Sex Form hat die Selbstbefriedigung in den letzten Jahren an Bedeutung zugenommen.